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loco-info.com
Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

Paris-Lyon-Méditerranée 241 A und D

Französische Staatsbahn 5-241 A und D

Frankreich 1925 145 gebaut

Die PLM verfügte über einige Hauptstrecken, auf denen wichtige Schnellzüge mit hohem Passagieraufkommen zu befördern waren. Eine davon war die Nord-Süd-Verbindung von Calais an die Riviera, auf der der „Train Bleu” mit vielen Fahrgästen aus Großbritannien fuhr. Da dort die Pacifics nicht ausreichten, wurde 1925 mit der 241 A 1 eine der ersten Mountain-Loks in Europa entwickelt. Ihr Anforderungsprogramm sah vor, dass sie 600 Tonnen schwere Schnellzüge in der Ebene mit 110 km/h und auf der vier bis acht Promille steilen Strecke zwischen Laroche und Dijon mit 75 bis 80 km/h ziehen können soll.

Als Verbundmaschine nach Bauart De Glehn saßen die Niederdruckzylinder außen auf Höhe des Drehgestells, während die inneren Hochdruckzylinder weiter nach hinten verlegt waren. Der Antrieb erfolgte auf die erste und zweite Kuppelachse, was zu sehr kurzen Treibstangen führte. Das Drehgestell hatte ein Spiel von 61 mm nach jeder Seite, die zweite Kuppelachse hatte um 21 mm geschwächte Spurkränze, die dritte Kuppelachse war um 21 mm zu jeder Seite verschiebbar und die Nachlaufachse war eine Adamsachse, die zu jeder Seite um 96 mm radial einstellbar war. Für eine bessere Windschnittigkeit war die Rauchkammertür kegelförmig ausgeführt.

Nach dem Prototypen folgten die Serienmaschinen 2 bis 80 ebenso von Schneider, die 81 bis 95 von Marine et d'Homécourt, die 96 bis 115 wieder von Schneider und schließlich noch zwei Lieferungen von Marine et d'Homécourt, mit den Nummern 116 bis 125 und 126 bis 145. Bei den Serienmaschinen waren die Kesselabmessungen geringfügig verändert worden, der Überhitzer war sogar von 105 auf 86 m² verkleinert worden. Bei einer Fahrt mit einem 625 Tonnen schweren Schnellzug auf der Strecke zwischen Laroche und Blaisy-Blas wurde eine Kesselleistung von 2.180 PS berechnet. Auch mit einem 850 Tonnen schweren Schnellzug konnten bei fünf Promille noch 70 km/h erreicht werden.

Ab 1932 wurden insgesamt 48 der 145 Loks umgebaut, um eine höhere Effizienz und größere Leistung zu erreichen. Man vergrößerte die Durchmesser der Verbindungsrohre zwischen den Hoch- und Niederdruckzylindern und baute eine doppelte Kleeblatt-Saugzuganlage ein. Außerdem wurden große Windleitbleche angebracht und die kegelförmige Rauchkammertür gegen eine flache ersetzt. Sie so umgebauten Maschinen wurden in die Reihe 241 D eingereiht, unter Beibehaltung der Ordnungsnummern. Bei der SNCF wurden die beiden Reihen zur 5-241 A und 5-241 D.

Technische Daten

Allgemein

Eigenschaft 241 A Umbau 241 D
Baujahre 1925, 1927-1932 ab 1932
Hersteller Schneider, Homécourt
Achsformel 2'D1' h4v
Spurweite 1.435 mm (Normalspur)

Abmessungen und Gewichte

Eigenschaft 241 A Umbau 241 D
Länge 25,00 m
Länge Lok 16,45 m
Radstand 13,10 m
Leermasse 103,1 t
Dienstmasse 115,3 t 120,4 t
Reibungsmasse 74 t
Gesamtmasse 195 t
Feste Radstände 5,85 m
Achslast 18,5 t
Wasservorrat 30.000 l
Brennstoffvorrat 7 t (Kohle)

Kessel

Eigenschaft 241 A Umbau 241 D
Rostfläche 5 m²
Feuerbüchse 23,7 m²
Rohrheizfläche 222,46 m²
Verdampfungsheizfläche 246,16 m²
Überhitzerfläche 86,55 m²
Gesamtheizfläche 332,7 m²

Triebwerk

Eigenschaft 241 A Umbau 241 D
Raddurchmesser 1.790 mm
Kesseldruck 16 bar
Bauart Verbund
Zylinder vier, HD: 510 x 650 mm und ND: 720 x 700 mm

Leistung

Eigenschaft 241 A Umbau 241 D
Energiequelle Dampf
Indizierte Leistung 1.971 kW (2.680 PS)
Höchstgeschwindigkeit 110 km/h
Zugkraft 175,3 kN
Zugkraft einfach 210,3 kN
Geschätzte Leistung 2.300 kW (3.127 PS)

Berechnete Werte

Eigenschaft 241 A Umbau 241 D
Adhäsionskoeffizient 1 : 4,14
Optimale Geschwindigkeit 69 km/h 80 km/h
Leistungsgewicht 17,1 kW/t 19,1 kW/t
Heizflächen-Äquivalent 537,8 m²
Zylindervolumen/HFÄ 1 : 1.023,82
Reibungsmasse/Gesamt 1 : 1,56 1 : 1,63
Zugkraft/Heizfläche 1 : 11,00
Rostfläche/Heizfläche 1 : 66,54
Feuerbüchse/Rohrheizfläche 1 : 9,39
Gesamt/Überhitzer 1 : 2,84
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