British Rail Klasse 370 „APT-P”
Die Klasse 370 APT-P, was für „Advanced Passenger Train Prototype“ steht, war die zweite Generation im APT-Programm, welches die Entwicklung eines britischen Hochgeschwindigkeitszugs zum Ziel hatte. Nach dem APT-E, der mit Gasturbinen angetrieben wurde, wurden die drei APT-P-Züge für Strecken mit 25 kV Wechselstrom gebaut. Sie wurden zwischen 1977 und 1980 von British Rail Engineering Limited in Derby hergestellt.
Jeder Zug bestand aus zwei zentralen vierachsigen Triebwagen und zwei sechsteiligen Personensegmenten, die auf Jakobs-Drehgestellen gelenkig miteinander verbunden waren. Jeder Triebwagen hatte eine Leistung von 3.000 kW oder rund 4.000 PS. Technisch waren sie für eine Höchstgeschwindigkeit von 155 mph oder 250 km/h ausgelegt, im Betrieb jedoch auf 125 mph oder 201 km/h begrenzt. Die Wagenkästen des Zuges konnten um bis zu neun Grad geneigt werden, um höhere Geschwindigkeiten auf bestehenden Strecken zu ermöglichen.
In den folgenden Jahren wurden die drei Züge für umfangreiche Tests eingesetzt. Im Dezember 1979 stellte einer von ihnen mit 162,2 mph oder 261 km/h einen britischen Geschwindigkeitsrekord auf, der erst vom Eurostar gebrochen wurde. Letztendlich wurde das Testprogramm 1986 eingestellt. In der Zwischenzeit waren die High Speed Trains der Klasse 43 erfolgreicher. Diese beschleunigen zwar langsamer und haben keine Neigetechnik, aber sie waren viel billiger und können auf allen nicht elektrifizierten Strecken eingesetzt werden.
Technische Daten
Allgemein
- Baujahre
- 1977-1980
- Hersteller
- BREL
- Achsformel
- 2'2'2'2'2'2'2'+Bo'Bo'+Bo'Bo'+2'2'2'2'2'2'2'
- Spurweite
- 1.435 mm (Normalspur)
Abmessungen und Gewichte
- Länge
- 293,85 m
- Radstand
- 15,90 m
- Leermasse
- 433,9 t
Leistung
- Energiequelle
- Elektro - Wechselstrom
- Stundenleistung
- 6.000 kW (8.158 PS)
- Höchstgeschwindigkeit
- 249 km/h