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Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

Norwegische Staatsbahnen Di 3 und Nydqvist och Holm AA16

Dänemark 1957 35 gebaut
Di3 616 im Mai 2010 in Ängelholm Diesellokophren CC0

Um verschlissene Dampfloks auf nicht elektrifizierten Strecken ersetzen zu können, bestellte die NSB 1954 drei Dieselloks von NoHAB, MaK und KHD. Die Lok von NoHAB war ein Lizenzbau der amerikanischen EMD F-Serie mit zwei Führerständen und angepasst an das europäische Lichtraumprofil. Sie entsprach größtenteils der dänischen Baureihe MY (II), war statt für 133 aber nur für 105 km/h ausgelegt. In der Zwischenzeit startete die NSB das Programm „Vekk med dampen” („Weg mit dem Dampf”), mit dem der Fuhrpark generell auf Diesel- und Elektroloks umgestellt werden sollte.

Da die Type 64 von NoHAB den beiden Konkurrenten überlegen war, bestellte die NSB für die nicht zu elektrifizierenden Strecken weitere Exemplare der nun als Di 3 bezeichneten Baureihe. Sie hatten bereits den verbesserten Motor der späteren Serien der MY (II) mit 1.950 PS. Als Anpassungen an norwegische Verhältnisse erhielten sie im Gegensatz zur MY (II) Fahrmotoren an allen sechs Achsen und Gitter vor den Frontscheiben als Schutz gegen herabfallende Eiszapfen von Brücken und Tunneln. Nach 32 Di 3a folgten drei Di 3b, die eigentlich für die finnische Staatsbahn vorgesehen waren und neben der Achsfolge (A1A)(A1A) eine Getriebeübersetzung für 143 km/h hatten.

Die Loks ersetzten unter anderem auf der Dovrebane die Type 49 „Dovregubben” im schweren Schnellzugdienst. Es mussten jedoch erst einige Brücken für die höhere Achslast der Di 3 umgebaut werden, so dass bis 1970 Dampfloks auf Hauptstrecken eingesetzt wurden. Mit zunehmender Elektrifizierung der Strecken in den südlichen Landesteilen wurden sie in die nördlichen Landesteile verdrängt, welche zum Teil bis heute nicht elektrifiziert sind.

Anfang der Achtziger wurden die Dampfheizkessel gegen einen Hilfsdiesel mit Generator ersetzt, um neuere Personenwagen beheizen zu können. Bald wurden sie zunächst vor Personenzügen von der Di 4 verdrängt. Ab den Neunzigern wurden sie im Güterzugverkehr von der Di 8 und der Class 66 ersetzt, während die letzten Personenzüge von Dieseltriebwagen übernommen wurden. Nach ihrem Ausscheiden wurden einige Di 3 an Privatbahnen verkauft, wobei sie zum Teil auch nach Schweden, Italien und Kosovo kamen.

Technische Daten

Allgemein

Eigenschaft Di 3a Di 3b
Baujahre 1957-1969 1960
Hersteller NoHAB
Achsformel Co'Co' (A1A)(A1A)
Spurweite 1.435 mm (Normalspur)

Abmessungen und Gewichte

Eigenschaft Di 3a Di 3b
Länge 18,60 m 18,90 m
Radstand 14,30 m
Leermasse 94 t 96 t
Dienstmasse 102 t 104 t
Reibungsmasse 102 t 70 t
Feste Radstände 4,00 m
Achslast 17,4 t 17,8 t

Triebwerk

Eigenschaft Di 3a Di 3b
Motor 16-567B
Motortyp V16 Diesel

Leistung

Eigenschaft Di 3a Di 3b
Energiequelle dieselelektrisch
Indizierte Leistung 1.395 kW (1.897 PS)
Höchstgeschwindigkeit 105 km/h 143 km/h

Berechnete Werte

Eigenschaft Di 3a Di 3b
Leistungsgewicht 13,7 kW/t 13,4 kW/t
Reibungsmasse/Gesamt 1 : 1,00 1 : 1,49
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