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Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

Pfälzische Eisenbahnen Nr. 26 bis 63

Deutschland 1855 17 gebaut
Replika von 1925 bei „150 Jahre deutsche Eisenbahnen” 1985 in Nürnberg Markus Hellwig

Die Loks der Pfalzbahn mit den Nummern 26 bis 63 waren Schnellzugloks, die seit 1853 in 17 Exemplaren von der Maschinenfabrik Esslingen und Maffei hergestellt worden sind. Mit der Crampton-Bauart erreichte man eine größere Laufruhe und konnte Geschwindigkeiten erreichen, die bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch als unrealistisch eingestuft wurden. Trotz der nur 1.830 mm großen Treibräder wird diesem Typ nachgesagt, bis zu 120 km/h erreicht zu haben. Die französischen Crampton-Loks, die ebenfalls für 120 km/h ausgelegt waren, verfügten über einen Raddurchmesser von mehr als 2.100 mm.

Dieser Vorteil wurde jedoch dadurch erkauft, dass die großen Treibräder hinter dem Kessel nur eine geringe Reibungsmasse aufbrachten und deshalb wenig Traktion zur Verfügung stand. Die Reibungsmasse lag bei den ersten Maschinen bei 9,2 Tonnen und erreichte bei den letzten 9,7 Tonnen, was zu dieser Zeit ausreichend war für eine Schnellzuglok. Damit kamen die Loks nicht nur im reinen Flachland zum Einsatz, sondern mussten auch im Pfälzerwald Steigungen bis sieben Promille bewältigen.

Die Pfalzbahn begann ab 1891 mit der Verschrottung der ersten Maschinen. Die letzte verschwand 1896, als bereits die erheblich moderneren P 2.I mit der Achsfolge 1'B1' zur Verfügung standen. 1925 wurde das Exemplar mit dem Namen „Die Pfalz” nachgebaut und fuhr zehn Jahre später zum hundertjährigen Jubiläum der Deutschen Eisenbahn in Nürnberg.

Technische Daten

Allgemein

Eigenschaft frühe Ausführung späte Ausführung
Baujahre 1855-1864
Hersteller Maffei, Esslingen
Achsformel 2A n2
Spurweite 1.435 mm (Normalspur)

Abmessungen und Gewichte

Eigenschaft frühe Ausführung späte Ausführung
Radstand 3,96 m
Leermasse 22 t 24 t
Dienstmasse 24,2 t 26,4 t
Reibungsmasse 9,2 t 9,7 t
Feste Radstände 3,96 m
Wasservorrat 5.000 l

Kessel

Eigenschaft frühe Ausführung späte Ausführung
Rostfläche 0,98 m² 0,99 m²
Verdampfungsheizfläche 68,6 m² 78,5 m²
Gesamtheizfläche 68,6 m² 78,5 m²
Feuerbüchse 5,8 m²
Rohrheizfläche 72,7 m²

Triebwerk

Eigenschaft frühe Ausführung späte Ausführung
Raddurchmesser 1.830 mm
Kesseldruck 6,2 bar
Bauart einfache Dampfdehnung
Zylinder zwei, 356 x 610 mm zwei, 381 x 610 mm

Leistung

Eigenschaft frühe Ausführung späte Ausführung
Energiequelle Dampf
Geschätzte Leistung 90 kW (122 PS) 100 kW (136 PS)
Höchstgeschwindigkeit 120 km/h
Zugkraft 22,3 kN 25,5 kN

Berechnete Werte

Eigenschaft frühe Ausführung späte Ausführung
Adhäsionskoeffizient 1 : 4,05 1 : 3,73
Optimale Geschwindigkeit 24 km/h
Leistungsgewicht 3,7 kW/t 3,8 kW/t
Reibungsmasse/Gesamt 1 : 2,63 1 : 2,72
Zugkraft/Heizfläche 1 : 6,78
Rostfläche/Heizfläche 1 : 70,00 1 : 79,29
Heizflächen-Äquivalent 107,5 m²
Zylindervolumen/HFÄ 1 : 1.293,87
Feuerbüchse/Rohrheizfläche 1 : 12,53
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