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Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

Albertsbahn „Elbe” bis „Burgk”

Sächsische H VIIIb T

Deutschland 1856 5 gebaut
Die Lokomotive, September 1912

Im Jahr 1856 baute die Albertsbahn AG am Windberg südlich von Dresden eine etwa 13 km lange Strecke, um die dort geförderte Kohle an die Fernbahn bei Freital transportieren zu können. Diese Strecke ist auch heute noch als „Sächsische Semmeringbahn” bekannt und weist Steigungen bis 25 Promille und Radien bis 85 Meter auf. Die zuerst bestellten Loks waren nicht geeignet für diese Strecke, und somit bestellte man bei Hartmann in Chemnitz vorerst drei neue. Diese wurden 1857 geliefert und mit den Namen „Elbe”, „Windberg” und „Steiger” versehen. 1858 erfolgte eine weitere Maschine mit dem Namen „Freiberg” und erst 1866 die fünfte, „Burgk” genannt.

Diese hatten neben zwei gekuppelten Radsätzen ein Drehgestell mit zwei Vorlaufachsen und konnten sich somit auf der Windbergbahn bewähren. Auch leistungsmäßig reichten sie aus, um die leeren Wagen auf den Berg zu befördern und die vollen Wagen sicher bergab zu bringen.

Die Wagen konnten auf Grund ihrer Größe eher als Kohlehunte und nicht als vollwertige Güterwagen bezeichnet werden und hatten ein Fassungsvermögen von je fünf Tonnen. Die Züge bestanden in der Regel aus zehn dieser Hunte, womit die Nutzlast etwa das Doppelte des Lokgewichts erreichte.

Mit der Verstaatlichung im Jahr 1868 gelangten alle fünf Maschinen zur Sächsischen Staatsbahn und erhielten die Gattungsbezeichnung H VIIIb T. Um die Leistung zu erhöhen, wurden sie 1877 mit einem neuen Kessel ausgerüstet. Dieser hatte einen Betriebsdruck von 8,5 statt 6,32 bar. Ihre Ablösung durch die VII T erfolgte zwischen 1885 und 1893. Die neuen Loks hatten in etwa das selbe Dienstgewicht wie die modernisierten Modelle, aber da ihr ganzes Gewicht nur auf den beiden Kuppelachsen lagerte, konnten diese mehr Zugkraft aufbringen.

Die „Elbe” 1867 mit Personal und Kohlehunten Archiv Haus der Heimat Freital / PD

Technische Daten

Allgemein

Eigenschaft Auslieferungszustand Umbau 1877
Baujahre 1856-1866
Hersteller Hartmann
Achsformel 2'B n2t
Spurweite 1.435 mm (Normalspur)

Abmessungen und Gewichte

Eigenschaft Auslieferungszustand Umbau 1877
Leermasse 18,5 t 21 t
Dienstmasse 21,4 t 26,7 t
Reibungsmasse 16,3 t 19 t
Achslast 8,9 t 10 t
Wasservorrat 1.880 l
Brennstoffvorrat 0,5 t (Kohle)

Kessel

Eigenschaft Auslieferungszustand Umbau 1877
Rostfläche 0,67 m²
Feuerbüchse 3,88 m²
Rohrheizfläche 39,8 m²
Verdampfungsheizfläche 43,68 m²
Gesamtheizfläche 43,7 m²

Triebwerk

Eigenschaft Auslieferungszustand Umbau 1877
Raddurchmesser 965 mm
Kesseldruck 6,3 bar 8,5 bar
Bauart einfache Dampfdehnung
Zylinder zwei, 324 x 457 mm

Leistung

Eigenschaft Auslieferungszustand Umbau 1877
Energiequelle Dampf
Geschätzte Leistung 80 kW (109 PS) 100 kW (136 PS)
Zugkraft 26,7 kN 35,9 kN

Berechnete Werte

Eigenschaft Auslieferungszustand Umbau 1877
Adhäsionskoeffizient 1 : 5,97 1 : 5,19
Optimale Geschwindigkeit 18 km/h
Leistungsgewicht 3,7 kW/t
Heizflächen-Äquivalent 63,1 m²
Zylindervolumen/HFÄ 1 : 1.194,63
Reibungsmasse/Gesamt 1 : 1,32 1 : 1,41
Zugkraft/Heizfläche 1 : 12,77 1 : 17,17
Rostfläche/Heizfläche 1 : 65,19
Feuerbüchse/Rohrheizfläche 1 : 10,26
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