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Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

Electro-Motive Company F-Serie

FT, F2, F3, F7, FP7, F9 und FP9

USA 1939 7582 gebaut
Der „Moring Hiawatha” im Januar 1966 mit zwei A- und einer B-Unit bei Lake, Wisconsin Roger Puta

Die EMD F-Serie bezeichnete mehrere Typen von vierachsigen dieselelektrischen Güterzuglokomotiven, von denen zwischen 1939 und 1960 mehr als 7.500 gebaut wurden. Sie folgten auf die (A1A)(A1A)-Personenzuglokomotiven der E-Serie, wobei das E für „eighteen hundred“ stand, was die installierte Gesamtleistung bezeichnete. Da die 16-Zylinder-Variante des Motors der Reihe 567 anfangs 1.350 PS leistete, erhielt die neue Lokomotivserie den Buchstaben F für „fourteen hundred“.

Da das erste Modell in der Regel als Zwillingseinheit, bestehend aus einer “A-Unit” mit Führerhaus und einer “B-Unit” als Booster, vermarktet wurde, erhielt es die Bezeichnung FT mit dem T für “Twin”. Die ersten für einen Kunden gebauten Lokomotiven wurden im Dezember 1940 an die ATSF geliefert. Sie waren die ersten dieselelektrischen Lokomotiven, die mit einer dynamischen Bremse ausgestattet waren, da der Kunde darauf bestand. Die FT wurde nicht nur als A-B-Set, sondern auch als A-B-B-A-Set mit einer Leistung von 5.400 PS oder sogar als A-B-A-Set eingesetzt.

Die FT wird meist als die Lokomotive angesehen, die bewies, dass die Dieseltraktion die Zukunft des Güterverkehrs war. Da das War Production Board den Bau von Diesellokomotiven für den zivilen Einsatz einschränkte, hatte EMD Glück, da sie keine Dampflokomotiven als Alternative produzierten. So konnte EMD schnell die Marktführerschaft gewinnen und sich den breitesten Kundenstamm für die Zeit nach dem Krieg schaffen, als andere Hersteller die Produktion von Diesellokomotiven ohne Einschränkungen wieder aufnehmen konnten. Als die Produktion der FT im November 1945 endete, waren 555 A- und 541 B-Units fertiggestellt worden.

Die nächste Variante war die F2, die im Vergleich zur FT nicht viele Unterschiede aufwies. Es wurden nur 74 A- und 30 B-Units gebaut. Die größten Stückzahlen wurden von den F3 und F7 produziert, die mit der „B“-Variante des 567-Motors ausgestattet waren, der 1.500 PS leistete. Von der F3 wurden zwischen 1945 und 1949 1.106 A- und 694 B-Units gebaut. Die F7 erreichte mit 2.393 A-Units und 1.463 B-Units zwischen 1949 und 1953 sogar noch höhere Stückzahlen. Zusätzlich wurden 381 Exemplare der FP7 gebaut, einer speziellen Personenzugvariante, die aufgrund ihres Dampfheizkessels vier Fuß länger war.

Die letzte Iteration der F-Serie war die F9, die mit dem 567C-Motor 1.750 PS leistete. Obwohl die Produktion bis 1960 lief, konnten nur 101 A-Units und 156 B-Units verkauft werden. Dies lässt sich damit erklären, dass sich die Road Switcher der GP-Reihe bereits seit Anfang der fünfziger Jahre etabliert hatten. Es gab auch eine FP9, von der aber nur 90 Stück verkauft werden konnten.

Eine aus insgesamt vier Teilen bestehende F3 im Jahr 1972 in einem Güterbahnhof der Santa Fe Roger Puta

Technische Daten

Allgemein

Eigenschaft FT, F2 F3, F7 F9 FP9
Baujahre 1939-1946 1946-1953 1953-1960 1956-1960
Hersteller Electro-Motive Division
Achsformel Bo'Bo'
Spurweite 1.435 mm (Normalspur)

Abmessungen und Gewichte

Eigenschaft FT, F2 F3, F7 F9 FP9
Länge 14,71 m 16,66 m 15,44 m 16,82 m
Radstand 10,82 m 11,89 m 13,11 m
Dienstmasse 103,4 t 106,1 t 104,3 t 117,9 t
Reibungsmasse 103,4 t 106,1 t 104,3 t 117,9 t
Feste Radstände 2,74 m
Achslast 25,9 t 26,5 t 26,1 t 29,5 t

Triebwerk

Eigenschaft FT, F2 F3, F7 F9 FP9
Motor EMD 16-567 oder 16-567A EMD 16-567B EMD 16-567C
Motortyp V16 Diesel

Leistung

Eigenschaft FT, F2 F3, F7 F9 FP9
Energiequelle dieselelektrisch
Indizierte Leistung 1.007 kW (1.369 PS) 1.119 kW (1.521 PS) 1.305 kW (1.774 PS)
Höchstgeschwindigkeit 121 km/h 105 km/h 169 km/h
Zugkraft 244,7 kN 284,7 kN 244,7 kN

Berechnete Werte

Eigenschaft FT, F2 F3, F7 F9 FP9
Adhäsionskoeffizient 1 : 4,15 1 : 3,66 1 : 3,59 1 : 4,73
Leistungsgewicht 9,7 kW/t 10,5 kW/t 12,5 kW/t 11,1 kW/t
Reibungsmasse/Gesamt 1 : 1,00
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