Japanese Government Railways Klasse C51, anfangs Klasse 18900
China Railway SL9
Die später als Klasse C51 bekannte Lokomotive wurde 1919 eingeführt, um die Geschwindigkeit von Fernverkehrszügen zu erhöhen. Auf Anraten deutscher Ingenieure, die Drehzahl der Kuppelräder unter 300 U/min zu halten, wurde für eine Auslegungsgeschwindigkeit von 100 km/h ein Raddurchmesser von 1.750 mm gewählt. Dies war nicht nur ein großer Wert im Vergleich zur Kapspurweite von 1.067 mm, es handelte sich auch um die größten Kuppelräder für eine Schmalspurlokomotive zu dieser Zeit. Der Kessel war groß und profitierte von der Nachlaufachse, was eine große Feuerbüchse ermöglichte, die zudem über Rohre verfügte. Sie wurden ursprünglich im Nummernbereich ab 18900 geführt und wurden 1928 zur Klasse C51.
Die ersten 18 wurden von der JGR selbst gebaut. Die Teile stammten aus verschiedenen Werken und wurden in Hamamatsu montiert. Der größte Teil der Produktion stammte von Kisha Seizō, welche 249 Stück lieferten. Schließlich begann Mitsubishi 1924 mit dem Bau einer Serie von 22 Lokomotiven. Für eine Geschwindigkeit von 95 km/h zugelassen, erreichte eine Lokomotive bei einer Testfahrt mit zwei Wagen 120 km/h. Im Laufe der Jahre wurden einzelne Lokomotiven mit Maßnahmen zur Steigerung ihrer Effizienz ausgestattet. Dazu gehörten verlängerte Rauchkammern, Doppelschornsteine und eine teilweise Stromlinienverkleidung, die jedoch später wieder entfernt wurden.
Ab 1930 zog die C51 auch den berühmten Tsubame-Express (Schwalbe) in neun Stunden zwischen Tokio und Kōbe. 1939 wurden 16 Lokomotiven auf Normalspur umgebaut und zur japanisch kontrollierten Zentralchinesischen Eisenbahn gebracht, um einen gravierenden Lokomotivmangel zu beheben. Diese wurden „Pashina“ genannt und wurden später zur China Railway SL9, die erst 1990 ausgemustert wurde. In Japan wurden sie nach dem Krieg hauptsächlich auf regionalen Hauptstrecken eingesetzt. Die letzten wurden 1966 ausgemustert, und fünf wurden erhalten, von denen vier noch stationär ausgestellt sind.
Technische Daten
Allgemein
- Baujahre
- 1919-1928
- Hersteller
- Kisha Seizō, Mitsubishi, Hamamatsu
- Achsformel
- 2'C1' h2
- Spurweite
- 1.067 mm (Kapspur)
Abmessungen und Gewichte
- Länge
- 19,99 m
- Radstand
- 10,00 m
- Gesamtradstand
- 17,77 m
- Dienstmasse
- 67,8 t
- Reibungsmasse
- 43,9 t
- Gesamtmasse
- 111,6 t
- Feste Radstände
- 3,80 m
- Achslast
- 14,6 t
- Wasservorrat
- 17.000 l
- Brennstoffvorrat
- 8 t (Kohle)
Kessel
- Rostfläche
- 2,53 m²
- Feuerbüchse
- 12,4 m²
- Rohrheizfläche
- 115 m²
- Verdampfungsheizfläche
- 127,4 m²
- Überhitzerfläche
- 41,4 m²
- Gesamtheizfläche
- 168,8 m²
Triebwerk
- Raddurchmesser
- 1.750 mm
- Kesseldruck
- 13 bar
- Bauart
- einfache Dampfdehnung
- Zylinder
- zwei, 530 x 660 mm
Leistung
- Energiequelle
- Dampf
- Indizierte Leistung
- 864 kW (1.175 PS)
- Höchstgeschwindigkeit
- 95 km/h
- Zugkraft
- 117,1 kN
Berechnete Werte
- Adhäsionskoeffizient
- 1 : 3,68
- Optimale Geschwindigkeit
- 45 km/h
- Leistungsgewicht
- 12,8 kW/t
- Heizflächen-Äquivalent
- 272,2 m²
- Zylindervolumen/HFÄ
- 1 : 1.069,86
- Reibungsmasse/Gesamt
- 1 : 1,54
- Zugkraft/Heizfläche
- 1 : 14,48
- Rostfläche/Heizfläche
- 1 : 66,72
- Feuerbüchse/Rohrheizfläche
- 1 : 9,27
- Gesamt/Überhitzer
- 1 : 3,08