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Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

Deutsche Reichsbahn SVT 137 Bauart Hamburg, Leipzig, Köln und Berlin

Deutsche Bundesbahn VT 04 und 06 und Deutsche Reichsbahn Baureihe 182 und 183

Deutschland 1935 33 gebaut
SVT 137 234 im Juli 2008 in Delitzsch Rainer Haufe GFDL 1.2

Die Baureihe SVT 137 umfasste vier Unterarten von Diesel-Triebzügen, die zwischen 1935 und 1938 von der Reichsbahn beschafft worden sind, um exklusive Fernschnellzüge für relativ geringes Passagieraufkommen anzubieten. Sie bestanden aus zwei bis vier Teilen, erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und wurden zu ihrer Zeit als die schnellsten Züge der Welt angepriesen.

Die zuerst angeschaffte „Bauart Hamburg” bestand aus zwei Wagen, die sich in der Mitte ein angetriebenes Jakobs-Drehgestell teilten. Die 13 gebauten Exemplare wurden von je zwei Maybach-Motoren mit je 400 PS und elektrischer Kraftübertragung angetrieben. Die „Bauart Leipzig” hatte zusätzlich einen Mittelwagen mit zwei Jakobs-Drehgestellen an den Enden, die von je einem 600 PS starken Maybach-Motor angetrieben waren. Diese wurde vier mal gebaut und bot zusätzlich zur zweiten Wagenklasse auch die dritte an. Die 14 Exemplare der „Bauart Köln” bestanden ebenfalls aus drei Teilen, jedoch besaß hier jeder Wagen zwei eigene Drehgestelle. Nun befanden sich der Antrieb im jeweils inneren Drehgestell der Endwagen und der Innenraum wurde in Abteile mit einem Seitengang aufgeteilt. Die beiden zuletzt angeschafften Triebzüge der „Bauart Berlin” waren ähnlich aufgebaut, jedoch waren diese durch einen zweiten Mittelwagen insgesamt vierteilig geworden und wurden angetrieben von je zwei MAN-Motoren mit je 740 PS.

Am 22. August 1939 stellte die Reichsbahn den Fernverkehr in Anbetracht der Kriegsvorbereitungen ein und somit wurden die Schnelltriebwagen nur noch vereinzelt von der Wehrmacht für verschiedene Zwecke verwendet. Nach dem Krieg gelangten einige von ihnen zu den Besatzungsmächten, jedoch bauten die Bahnverwaltungen beider deutscher Staaten später wieder schnelle Fernverbindungen mit den verbliebenen bzw. zurückgekehrten Zügen auf. Sie kamen u.a. als Rheinblitz und Vindobona zum Einsatz, wobei die DR letzteren erst 1983 ausmusterte.

Technische Daten

Allgemein

Eigenschaft Hamburg Leipzig Köln Berlin
Baujahre 1935-1936 1936-1938 1938
Hersteller WUMAG, AEG, SSW Linke-Hofmann Linke-Hofmann, AEG, SSW MAN, BBC
Achsformel 2'Bo'2' 2'Bo'Bo'2' 2'Bo'+2'2'+Bo'2' 2'Bo'+2'2'+2'2'+Bo'2'
Spurweite 1.435 mm (Normalspur)

Abmessungen und Gewichte

Eigenschaft Hamburg Leipzig Köln Berlin
Länge 44,76 m 60,15 m 70,21 m 87,45 m
Radstand 21,58 m 21,30 m 19,62 m 19,78 m
Gesamtradstand 39,65 m 55,75 m 65,31 m
Dienstmasse 99,3 t 177,6 t
Reibungsmasse 33,4 t 74,8 t 72 t
Feste Radstände 3,50 m 4,23 m 4,00 m 3,00 m
Achslast 16,7 t 18,7 t 18 t
Leermasse 124 t 212,7 t

Triebwerk

Eigenschaft Hamburg Leipzig Köln Berlin
Motor Maybach GO 5 Maybach GO6 MAN W 8 V 30/38
Motortyp 2x V12 Diesel 2x 8-Zyl. Diesel

Leistung

Eigenschaft Hamburg Leipzig Köln Berlin
Energiequelle dieselelektrisch
Indizierte Leistung 604 kW (821 PS) 882 kW (1.199 PS) 1.086 kW (1.477 PS)
Höchstgeschwindigkeit 160 km/h

Berechnete Werte

Eigenschaft Hamburg Leipzig Köln Berlin
Leistungsgewicht 6,1 kW/t 5,0 kW/t
Reibungsmasse/Gesamt 1 : 2,97 1 : 2,37
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