Japanese Government Railways Klasse D51
Taiwanesische Staatsbahn Klasse DT650, Korean National Mika7 und Manila Railroad Klasse 300
Die D51 war eine Klasse von Mikado-Lokomotiven, die für das steigende Gütervolumen in den 1930er Jahren gebaut wurde. Sie war eine leistungsstärkere Nachfolgerin der D50 und wurde von Hideo Shima entworfen. Durch den umfangreichen Einsatz der Elektroschweißtechnik war sie leichter als die D50 und etwas kürzer, damit sie auf die 18 Meter langen Drehscheiben passte, die auf Nebenstrecken verwendet wurden. Ein weiteres modernes Merkmal waren die Boxpok-Kuppelräder.
Die ersten 95 Lokomotiven hatten eine lange Verkleidung über dem Kessel, die die Dome und den Speisewasservorwärmer umschloss. Diese wurden „Namekuji” genannt, was so viel wie „Nacktschnecke” bedeutet. Spätere Lokomotiven hatten einen Kesseldruck von 15 statt 14 bar und keine Verkleidung. Der Speisewasservorwärmer befand sich nun quer vor dem Schornstein. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Fertigungsmethoden und Materialien vereinfacht. Einige Teile wurden nun aus Holz gefertigt, beispielsweise die Windleitbleche. Diese Lokomotiven litten unter Zuverlässigkeitsproblemen und sogar Kesselexplosionen.
Insgesamt wurden 1115 Lokomotiven für die JNR gebaut, was sie zu ihrer zahlreichsten Dampflokomotivklasse machte. 37 weitere wurden für Taiwan gebaut, zehn für die Philippinen und zwei für Korea. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieben 30 Lokomotiven auf Sachalin und wurden bis 1979 von der SŽD als Д51 eingesetzt. Das Land mit der kürzesten Einsatzzeit waren die Philippinen, wo die Manila Railroad sie als Klasse 300 einsetzte. Sie wurden 1951 eingeführt und 1956 durch Diesellokomotiven ersetzt.
In Japan wurden sechs Lokomotiven 1960 und 1961 zur Klasse D61 mit der Achsfolge 1'D2' umgebaut. Der direkte Nachfolger der D51 war die D52, die ebenfalls die Achsfolge 1'D2' hatte. Die letzte D51 wurde im Dezember 1975 ausgemustert, nur wenige Monate vor dem allgemeinen Ende der Dampflokomotiven in Japan. Insgesamt sind 180 Lokomotiven erhalten geblieben, davon 174 in ihrem Herkunftsland. Fünf sind noch fahrtauglich, drei davon wurden jedoch auf Druckluftbetrieb umgerüstet.
Technische Daten
Allgemein
- Baujahre
- 1936-1951
- Hersteller
- Kawasaki, Kisha Seizo, Hitachi, Nippon Sharyō, Mitsubishi
- Achsformel
- 1'D1' h2
- Spurweite
- 1.067 mm (Kapspur); 1.435 mm (Normalspur)
Abmessungen und Gewichte
- Länge
- 19,73 m
- Dienstmasse
- 78,4 t
- Gesamtmasse
- 125,8 t
- Achslast
- 14,3 t
- Wasservorrat
- 20.000 l
- Brennstoffvorrat
- 8 t (Kohle)
Kessel
- Rostfläche
- 3,27 m²
- Feuerbüchse
- 17,5 m²
- Rohrheizfläche
- 147,4 m²
- Verdampfungsheizfläche
- 164,9 m²
- Überhitzerfläche
- 41,4 m²
- Gesamtheizfläche
- 206,3 m²
Triebwerk
- Raddurchmesser
- 1.400 mm
- Kesseldruck
- 15 bar
- Bauart
- einfache Dampfdehnung
- Zylinder
- zwei, 550 x 660 mm
Leistung
- Energiequelle
- Dampf
- Indizierte Leistung
- 1.030 kW (1.400 PS)
- Höchstgeschwindigkeit
- 85 km/h
- Zugkraft
- 181,8 kN
Berechnete Werte
- Optimale Geschwindigkeit
- 35 km/h
- Leistungsgewicht
- 13,1 kW/t
- Heizflächen-Äquivalent
- 335,2 m²
- Zylindervolumen/HFÄ
- 1 : 935,59
- Zugkraft/Heizfläche
- 1 : 18,41
- Rostfläche/Heizfläche
- 1 : 63,09
- Feuerbüchse/Rohrheizfläche
- 1 : 8,42
- Gesamt/Überhitzer
- 1 : 3,98