Philadelphia & Reading „Gowan & Marx”
1839 bestellte die Philadelphia & Reading eine Lokomotive der Achsfolge 2'B, die leistungsfähiger als andere zeitgenössische Lokomotiven sein sollte und den Namen „Gowan & Marx“ erhielt. Sie wurde von Joseph Harrison Jr. entworfen, der zwei Jahre zuvor die erste Lokomotive mit einem Ausgleichshebel gebaut hatte. Er verbesserte diesen zu einer Konstruktion, die später bei Tausenden von Lokomotiven verwendet werden sollte. Diese Anordnung ermöglichte zusammen mit einer Feuerbüchse, die oberhalb der hinteren Kuppelachse angeordnet war, den Bau einer schweren und leistungsfähigen Lokomotive, die auch auf unebenen Gleisen problemlos fahren konnte.
Die Dienstmasse betrug etwas mehr als 12 Tonnen. Die Kuppelräder hatten einen Durchmesser von 42 Zoll (1.067 mm). Der Rost besaß eine Fläche von 12 Quadratfuß (1,11 m²) und wurde ursprünglich mit Holz gefeuert. Bei einer Vorführfahrt im Jahr 1840 beförderte die Lokomotive einen 384 Tonnen schweren Zug mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 9,82 mph (15,8 km/h). Obwohl die Sicherheitsventile auf einen höheren Kesseldruck eingestellt worden waren, bestand dieser Zug aus 101 oder 104 Wagen. Daraufhin vergab der russische Kaiser an Harrison und seine Partner einen Großauftrag über den Bau einer großen Zahl von Lokomotiven und Wagen für die Strecke Moskau–Sankt Petersburg. Die „Gowan & Marx“ wurde 1855 auf Kohlefeuerung umgebaut und blieb bis etwa 1860 im Einsatz.
Technische Daten
Allgemein
- Baujahre
- 1839
- Hersteller
- Eastwick & Harrison
- Achsformel
- 2'B n2
- Spurweite
- 1.435 mm (Normalspur)
Abmessungen und Gewichte
- Dienstmasse
- 11,2 t
- Reibungsmasse
- 8,3 t
- Feste Radstände
- 1,12 m
Kessel
- Rostfläche
- 1,115 m²
Triebwerk
- Raddurchmesser
- 1.067 mm
- Kesseldruck
- 5,5 bar
- Bauart
- einfache Dampfdehnung
- Zylinder
- zwei, 318 x 457 mm
Leistung
- Energiequelle
- Dampf
- Zugkraft
- 20,3 kN
Berechnete Werte
- Adhäsionskoeffizient
- 1 : 4,01
- Reibungsmasse/Gesamt
- 1 : 1,35