Die IIIs, ab 1911 als Baureihe 322 bezeichnet, wurde für den schweren Reisezugdienst entwickelt. Es handelte sich um eine vierzylindrige Verbunddampflokomotive der Achsfolge 1'C1', die denselben Kessel sowie dieselben Zylinderabmessungen wie die Schnellzuglokomotive In (Baureihe 203) der Achsfolge 2'B1' besaß. Die Achsfolge 1'C1' wurde gewählt, um drei Kuppelachsen zu erhalten und gleichzeitig die Nachlaufachse beizubehalten, welche die große Feuerbüchse trug. MÁVAG baute 1908 und 1909 insgesamt 40 Exemplare. Da die Vorgaben eine maximale Achslast von 14 Tonnen vorsahen, wurde das Fahrwerk so konstruiert, dass ein Teil des Gewichts von den Kuppelachsen auf die Vorlauf- und Nachlaufachse übertragen werden konnte.
Dennoch betrug die maximale Achslast in dieser Konfiguration noch immer 14.365 kg. In der anderen Konfiguration lasteten sogar 15.645 kg auf der ersten Kuppelachse. Dadurch konnten diese 40 Lokomotiven letztlich nur auf zwei Strecken eingesetzt werden, die Budapest mit dem Gebiet der heutigen Slowakei beziehungsweise Niederösterreich verbanden. Auf ebener Strecke konnten sie bei ihrer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h Züge mit einer Masse von 350 Tonnen befördern. Auf Steigungen von 1,5 % waren es noch 265 Tonnen bei 60 km/h. Mit der Einführung der Pacific-Lokomotiven der Baureihe 301 wurde die Baureihe 322 zunehmend im Güterzugdienst eingesetzt.
Nach dem Ersten Weltkrieg gelangten 13 Lokomotiven in die Tschechoslowakei und acht nach Rumänien. Die CFR musterte ihre Maschinen bereits bis 1937 aus, während die ČSD ein Umbauprogramm einleitete, um den Wartungsaufwand des vierzylindrigen Triebwerks mit gekröpfter Treibachse zu verringern. In den Jahren 1929 und 1930 wurden in den Ausbesserungswerken Rutka zwölf Lokomotiven, nun als Baureihe 365.2 bezeichnet, zu Heißdampf-Zwillingen umgebaut. Diese Maschinen blieben bis 1960 im Einsatz, während die MÁV ihre nicht umgebauten Lokomotiven sogar noch ein Jahr länger verwendete.