Die Klasse 16 war eine „Double Mikado”-Garratt, die ab 1929 von den Rhodesia Railways als leistungsstärkere Ergänzung zu den „Double Prairie”-Garratts der Klassen 13 und 14 angeschafft wurde. Sie hatte viele Gemeinsamkeiten mit ihren Vorgängern, verfügte jedoch über eine beträchtlich höhere Reibungsmasse durch zwei zusätzliche Kuppelachsen und größere Zylinder. Der im Beyer-Peacock-Katalog angegebene starre Radstand von 2.667 mm deutet darauf hin, dass eine Kuppelachse in jeder Gruppe seitliches Spiel gehabt haben muss.
Drei Serien mit jeweils acht, sechs und sechs Lokomotiven wurden 1929, 1937 und 1938 gebaut. Sie waren im Bereich der Victoria Falls Bridge im Einsatz und zogen mehr als 700 Tonnen über Steigungen von zwei Prozent mit Kurvenradien von 140 Metern. Oft waren sie im Tandem oder mit einer zweiten Lokomotive in der Mitte des Zuges im Einsatz, was als „dupla” bezeichnet wurde.
1953 wurden 30 Lokomotiven einer modernisierten Variante als Klasse 16A gebaut. Diese verfügten über einen erhöhten Kesseldruck, größere Vorräte und Rollenlager an den Drehgestellachsen. Der Kessel war modifiziert worden und hatte nun ähnliche Abmessungen wie der der Klasse 15A. Diese Lokomotiven unterschieden sich von den früheren durch die abgerundeten bzw. stromlinienförmigen Bunker.
Die ursprüngliche Klasse 16 wurde relativ früh ausgemustert. 1964 wurden neun Stück nach Angola verkauft und für die Befeuerung mit Eukalyptusholz umgebaut. Andere kamen zu Kohlegruben, einige auch in Südafrika. Die Klasse 16A blieb länger in Betrieb und kam später zu den Zambia Railways und zu den National Railways of Zimbabwe. In den Jahren 1979 und 1980 wurden die Lokomotiven mit Rollenlagern an allen Achsen umgerüstet, wodurch sie Personenzüge mit Geschwindigkeiten von weit über 50 mph oder 80 km/h ziehen konnten. Einige von ihnen wurden erst in den neunziger Jahren ausgemustert.