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loco-info.com
Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

Berliner Verkehrsbetriebe Baureihe 480

Deutschland 1986 85 gebaut
S9 in Richtung Flughafen Schönefeld im November 2014 im Bahnhof Hohen Neuendorf Christian Liebscher CC BY-SA 4.0

Um die überalterten Fahrzeuge der Westberliner S-Bahn ablösen zu können, ließ die BVG in den Achtzigern die Baureihe 480 entwickeln. Auf Grund der besonderen Anforderungen in Berlin mussten komplett neue Fahrzeuge entwickelt werden, die somit von neuester Technologie profitieren konnten. So kam an allen Achsen ein 90 kW starker Drehstrommotor zur Anwendung, womit ein schnelleres und verlustarmes Beschleunigen möglich war. Die kleinste Einheit ist der sogenannte „Viertelzug”, der aus zwei permanent verbundenen Fahrzeugen besteht, die beide jeweils einen Führerstand haben. Im Betrieb werden jeweils einer bis vier von diesen zusammengekuppelt.

Da nach der Wiedervereinigung die Baureihe 481 für das gesamte Berlin entwickelt wurde, wurden nur 85 Viertelzüge gebaut. Die Züge erhielten den Spitznamen „Toaster”. Sie kamen nach der Einführung der neueren Fahrzeuge nicht mehr im ganzen Netz zum Einsatz. Da sie jedoch trotzdem weiterhin benötigt werden, wurden sie zwischen 2015 und 2018 zudem modernisiert. Ab 2020 erhielten sie zudem das neue Zugbeeinflussungssystem der BVG.

Technische Daten

Allgemein

Baujahre
1986-1987, 1990-1994
Hersteller
AEG, Siemens, Waggon-Union
Achsformel
Bo'Bo'+Bo'Bo'
Spurweite
1.435 mm (Normalspur)

Abmessungen und Gewichte

Länge
36,80 m
Radstand
14,30 m
Leermasse
60 t
Feste Radstände
2,20 m

Leistung

Energiequelle
Elektro - Gleichstrom
Stundenleistung
720 kW (979 PS)
Höchstgeschwindigkeit
100 km/h
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