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Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

Preußische T 26

Deutsche Reichsbahn Baureihe 970

Deutschland 1902 35 gebaut
Nr. 1982, gebaut in Esslingen Die Lokomotive, November 1905

Die T 26 war eine Zahnrad-Tenderlok, die in verschiedenen Regionen Preußens zum Einsatz kam. Sie war für Strecken gedacht, wie sie zum Beispiel an den Hängen des Rheins oder im Thüringer Wald zu finden waren. Die Steigungen von zum Teil mehr als 60 Promille konnten nur mit der Hilfe einer Zahnstange überwunden werden. Die ersten drei Exemplare stammten von der Maschinenfabrik Esslingen, jedoch wurden die restlichen 32 bei Borsig auf eigenem Staatsgebiet gebaut.

Zum Einsatz kam auf diesen Strecken das Zahnstangensystem Abt, welches zur besseren Führung und Laufruhe zwei Lamellen mit versetzten Zähnen nutzte. Somit hatten auch die Loks Zahnräder mit zwei Reihen, die abwechselnd verzahnt waren. Dadurch war gewährleistet, dass jederzeit ein Zahn in der Zahnstange gegriffen hat.

Die T 26 hatte für den Adhäsionsbetrieb drei gekuppelte Achsen und eine Nachlaufachse und konnte so 45 km/h erreichen. Beim Betrieb auf der Zahnstange kamen zwei Zahnradachsen zum Einsatz, deren Antrieb getrennt von den Kuppelachsen war. Dabei wurden die Räder von zwei äußeren Zylindern angetrieben und die Zahnräder von zwei inneren Zylindern. Durch die im Zahnstangenbetrieb auf 15 bzw. 20 km/h verringerte Geschwindigkeit konnte das innere Triebwerk anders ausgelegt werden, um mehr Zugkraft zu erreichen.

Die Produktion der T 26 lief bis 1921 und zwei Jahre später wurden die Loks bei der Übernahme durch die Reichsbahn als Baureihe 970 eingeordnet. In dieser Zeit lief jedoch bereits die Beschaffung der T 16.1 (Baureihe 945-17) und T 20 (Baureihe 95), welche fünffach gekuppelt waren und durch ihre große Reibungsmasse auch ohne Zahnstange große Steigungen erklimmen konnten. Auf Grund des günstigeren Betriebs dieser beiden neuen Loks wurden die letzten 970 bei der Reichsbahn schon 1932 ausgemustert. Sieben Exemplare wurden an Privat- und Werksbahnen verkauft und blieben noch bis in die Sechziger im Dienst, jedoch mit ausgebautem Zahnradantrieb.

Nr. 9003, Werksnummer 6000 von Borsig Locomotive Magazine, Februar 1907
Risszeichnung der Borsig-Type mit Maßen Die Lokomotive, Oktober 1907

Technische Daten

Allgemein

Eigenschaft Esslingen Borsig
Baujahre 1902 1905-1921
Hersteller Esslingen Borsig
Achsformel Czz1' n2(4)t
Spurweite 1.435 mm (Normalspur)

Abmessungen und Gewichte

Eigenschaft Esslingen Borsig
Länge 10,45 m
Radstand 5,05 m
Leermasse 44,3 t 48,8 t
Dienstmasse 55,9 t 60,7 t
Reibungsmasse 41,8 t 45,8 t
Feste Radstände 3,25 m
Achslast 14,1 t 15,3 t
Wasservorrat 4.800 l
Brennstoffvorrat 1,2 t (Kohle)

Kessel

Eigenschaft Esslingen Borsig
Rostfläche 2,11 m²
Feuerbüchse 9,4 m² 9,36 m²
Rohrheizfläche 124 m² 123,36 m²
Verdampfungsheizfläche 133,4 m² 132,72 m²
Gesamtheizfläche 133,4 m² 132,7 m²

Triebwerk

Eigenschaft Esslingen Borsig
Raddurchmesser 1.080 mm
Kesseldruck 12 bar
Bauart einfache Dampfdehnung
Zylinder vier, 470 x 500 mm

Leistung

Eigenschaft Esslingen Borsig
Energiequelle Dampf
Geschätzte Leistung 500 kW (680 PS)
Höchstgeschwindigkeit 45 km/h
Zugkraft 208,6 kN

Berechnete Werte

Eigenschaft Esslingen Borsig
Adhäsionskoeffizient 1 : 1,97 1 : 2,15
Optimale Geschwindigkeit 14 km/h
Leistungsgewicht 8,9 kW/t 8,2 kW/t
Heizflächen-Äquivalent 180,4 m² 179,5 m²
Zylindervolumen/HFÄ 1 : 1.923,44 1 : 1.932,87
Reibungsmasse/Gesamt 1 : 1,34 1 : 1,33
Zugkraft/Heizfläche 1 : 32,66 1 : 32,83
Rostfläche/Heizfläche 1 : 63,22 1 : 62,90
Feuerbüchse/Rohrheizfläche 1 : 13,19 1 : 13,18
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