Tenderloks Achsfolge F, 1'F und 1'F2'
0-12-0T, 2-12-0T und 2-12-4T
Auch wenn Tenderloks vielerorts mit geteiltem Triebwerk gebaut wurden, um große Zugkräfte zu erreichen, sprachen doch einige Gründe gegen diese. Dies waren allen voran die Schleuderneigung eines Triebwerks und die Notwendigkeit für bewegliche Dampfleitungen. Somit entstanden mancherorts Tenderloks, die sechs Kuppelachsen in einem Rahmen hatten. Da dies jedoch hohe Anforderungen an die Konstruktion des Fahrwerks stellte, um Kurven ohne Probleme durchfahren zu können, wurden nur sehr wenige Loks in dieser Bauart gebaut.
Die folgenden Achsfolgen wurden realisiert: F (sechs Kuppelachsen und keine Laufachsen), 1'F (eine Vorlaufachse und sechs Kuppelachsen), 1'F1' (eine Vorlaufachse, sechs Kuppelachsen und eine Nachlaufachse) und 1'F2' (eine Vorlaufachse, sechs Kuppelachsen und zwei Nachlaufachsen).
Die ersten sechsfach gekuppelten Tenderloks entstanden 1912. Eine davon war die Reihe 269 der kkStB für die Erzbergbahn in der Steiermark. Diese Zahnradlok hatte keine Laufachsen. Gleichzeitig wurden von Hanomag für die Staatsspoorwegen in Niederländisch-Indien die Tenderloks der Klasse F10 mit je einer Vor- und Nachlaufachse gebaut. Gleich zwei unterschiedliche Typen sechsfach gekuppelter Tenderloks hat die Bulgarische Staatsbahn für ihre schweren Erzzüge beschafft. Dies waren die Serie 4000 ohne Laufachsen von 1922 und die Serie 4500 von 1931. Diese hatte eine Vorlaufachse und ein Drehgestell zum Tragen der hinteren Vorräte. Eine viel frühere F-Lokomotive, die nicht direkt als Tenderlokomotive konzipiert war, war die „Pennsylvania“ der Philadelphia & Reading. Sie wurde 1863 als Schublokomotive gebaut und erhielt kleine Wasserkästen, um nach dem Anheizen die Steigung hinauf- und hinunterfahren zu können.