Ungewöhnlich für eine nordamerikanische 2'D bestellte die NdeM ihre Klassen PR-7 und PR-8 hauptsächlich für den Personenverkehr. Ein Grund dafür könnte gewesen sein, dass ein Twelve-wheeler mehr Reibungsmasse hatte als eine Pacific ähnlicher Größe. Ihr Kuppelraddurchmesser von 67 Zoll oder 1.702 mm war größer als der aller US-amerikanischen 2'D-Lokomotiven und entsprach dem der schnellen europäischen Lokomotiven mit dieser Achsfolge.
Baldwin baute 1924 eine einzige PR-7 mit der Nummer 5-A, die später in 2856 umnummeriert wurde. Sie hatte denselben Kessel wie die KR-1-Mikados und die MR-6-Pacifics, dieser war jedoch in der PR-7 höher montiert, um Platz für die breite Feuerbüchse über dem letzten Paar Kuppelräder zu schaffen. Dennoch ragte die Oberseite der Kuppelräder in die Feuerbüchse hinein. Dies war möglich, da diese ölgefeuerte Lok keinen durchgehenden Aschekasten benötigte. Im Gegensatz zu ihren Schwestern mit dem gleichen Kessel verfügte sie über einen Elesco-Speisewasservorwärmer. Die Zylinder hatten quadratische Abmessungen mit einem Durchmesser und Hub von jeweils 28 Zoll.
Baldwin lieferte 1935 fünf weitere Lokomotiven mit einem größeren Kessel. Diese wurden als Klasse PR-8 bezeichnet und hatten die Nummern 3000 bis 3004. Die hauptsächliche Vergrößerung der Feuerbüchsheizfläche war auf die Thermosiphons zurückzuführen. Mit einer Dienstmasse von 130,5 Tonnen waren sie die schwersten 2'D-Lokomotiven aller Zeiten. Die Abmessungen der Zylinder und Kuppelräder wurden nicht verändert, und auch der Kesseldruck blieb unverändert. Die PR-7 wurde 1962 ausgemustert, die letzte PR-8 folgte im Jahr darauf.