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Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

South African Klasse 25

Südafrika 1953 90 gebaut

In den Wüstengebieten von Karoo und Kalahari stellte der große Wasserbedarf starker Dampfloks die SAR vor ein großes Problem. Somit ging der Auftrag für die Entwicklung einer Lokomotive mit der Achsfolge 2'D2' und einem Kondensationstender an Henschel in Kassel. Parallel wurde die Klasse 25NC ohne Kondensationseinrichtung entwickelt. Der Prototyp wurde von Henschel gebaut und zu North British nach Schottland gebracht, wo der Rest gebaut wurde. Für die Verhältnisse der Kapspur waren diese Lokomotiven sehr groß und leistungsfähig.

Um eine ausreichende Anfachung des Feuers zu gewährleisten, musste der Hilfsbläser besonders stark sein. Dieser arbeitete nicht wie üblich mit einem Dampfstrahl, sondern mit einem Gebläserad, welches von einer Turbine angetrieben wurde. Beim Fahren unter Last konnten keine Auspuffschläge gehört werden, sondern stattdessen das Heulen der Turbine.

Um das Gebläserad vor Beschädigungen von Festkörpern in der Rauchkammer zu schützen, wurde diese mit einer banjoförmigen Erweiterung versehen. Das Rad musste trotzdem nachträglich verändert werden, da es sich sehr schnell abnutzte. Statt eines Injektors musste eine Turbopumpe zur Kesselspeisung verwendet werden, da das kondensierte Wasser immer noch eine sehr hohe Temperatur hatte.

An allen Stellen wurden Rollenlager von Timken verbaut, die in der Anfangszeit zu Problemen führten. Aus den Lagern an den Kuppelstangen wurde Öl gegen die Unterseite des Kessels geschleudert, welches dann auf die Radreifen tropfte und zu einer größeren Schleuderneigung der Lok führte. Dies konnte erst abgestellt werden, nachdem die Lager an einem großen Teil der Loks gegen welche von SKF ersetzt worden waren und Timken die restlichen Lager nachgebessert hatte.

Die Einsätze erfolgten auf den nicht elektrifizierten Strecken in den Wüstengebieten vor allen Zugarten. Alles in allem erreichten die Loks in etwa eine Reichweite von 800 km mit einer Wasserfüllung, jedoch auf Kosten einer aufwändigen Wartung. Hier fielen vor allem die Lüfter in der Rauchkammer und am Tender ins Gewicht.

Deshalb wurden zwischen 1973 und 1980 87 der 90 Loks der Klasse 25 umgebaut in die Klasse 25NC. Die langen Tender mit rundem Wassertank und ohne Kondensator wurden nun auf Grund ihres Aussehens „Worshond Tender” genannt, was für „Dackel” steht und wörtlich übersetzt „Wursthund” bedeutet. Sie wurden um 1990 ausgemustert, als alle verbliebenen Dampfloks gegen Diesel- und Elektroloks ersetzt wurden.

Ansicht mit sichtbarer banjoförmiger Verkleidung an der Rauchkammer flickr/Historical Railway Images

Technische Daten

Allgemein

Baujahre
1953
Hersteller
Henschel, North British
Achsformel
2'D2' h2

Abmessungen und Gewichte

Länge
32,77 m
Radstand
11,58 m
Gesamtradstand
29,00 m
Dienstmasse
122,4 t
Reibungsmasse
78,1 t
Gesamtmasse
238,1 t
Feste Radstände
4,80 m
Achslast
19,6 t
Wasservorrat
22.731 l
Brennstoffvorrat
19,3 t (Kohle)

Kessel

Rostfläche
6,503 m²
Feuerbüchse
30,751 m²
Rohrheizfläche
284,191 m²
Verdampfungsheizfläche
314,942 m²
Überhitzerfläche
58,529 m²
Gesamtheizfläche
373,5 m²

Triebwerk

Raddurchmesser
1.524 mm
Kesseldruck
15,5 bar
Bauart
einfache Dampfdehnung
Zylinder
zwei, 610 x 711 mm

Leistung

Energiequelle
Dampf
Geschätzte Leistung
2.498 kW (3.396 PS)
Zugkraft
228,7 kN

Berechnete Werte

Adhäsionskoeffizient
1 : 3,35
Optimale Geschwindigkeit
68 km/h
Leistungsgewicht
20,4 kW/t
Heizflächen-Äquivalent
585,8 m²
Zylindervolumen/HFÄ
1 : 708,74
Reibungsmasse/Gesamt
1 : 1,57
Zugkraft/Heizfläche
1 : 12,79
Rostfläche/Heizfläche
1 : 57,43
Feuerbüchse/Rohrheizfläche
1 : 9,24
Gesamt/Überhitzer
1 : 5,38
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