Auf der Suche nach einer schweren Lokomotive für den gemischten Dienst auf Strecken im Norden mit einer niedrigen Achslast führte die SJ 1907 die E (II) ein. Sie hatte vier Kuppelachsen und keine Laufachsen, um die maximale Reibungsmasse zu erreichen. Der Kuppelraddurchmesser von 1.388 mm ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h, was für Personenzüge in dieser Region ausreichend war. Außerdem waren sie die ersten SJ-Lokomotiven mit innenliegenden Zylindern. Zwischen 1907 und 1920 wurden 130 Exemplare für die SJ gebaut. Eine davon wurde zu Testzwecken mit Torf befeuert.
Eine andere Gesellschaft, die 1917 drei der gleichen Lokomotiven neu bestellte, war die Kalmar nya järnvägsaktiebolag (KJ). In den Jahren 1925 und 1926 kaufte die Ostkustbanan (OKB) 14 Lokomotiven von der SJ. Auch die Uddevalla-Vänersborg-Herrljunga Järnväg (UVHJ) und die Skåne-Smålands Järnväg (SSJ) erwarben 1936 bzw. 1937 je eine. Bis 1940, als alle Privatbahnen verstaatlicht wurden, hatten waren alle wieder zur SJ gekommen.
Bereits 1935 hatte die SJ damit begonnen, diese Lokomotiven mit einer Vorlaufachse auszurüsten. In diesem Zuge wurde auch der Kessel für die richtige Gewichtsverteilung verschoben und die Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h erhöht. Außerdem erhielten einige Lokomotiven einen größeren vierachsigen Drehgestelltender anstelle des dreiachsigen. Bis 1951 wurden insgesamt 90 Exemplare umgebaut und in E2 umbenannt.
Nachdem sie für Personenzüge zu langsam geworden waren, wurden sie nur noch im Güterzug- und Rangierdienst auf Nebenbahnen eingesetzt. Alle wurden 1972 aus dem aktiven Dienst ausgemustert, aber einige wurden noch bis 1990 als Reserve vorgehalten. Heute existieren noch mehr als 30 Stück, von denen noch einige betriebsfähig sind.