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loco-info.com
Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

Bayerische C III

Deutsche Reichsbahn Baureihe 5378

Deutschland 1868 239 gebaut
Nr. 600 „Fahrenberg” 1922 in München Oberreichsbahnrat Dr. Ing. Rudolf Kallmünzer PD

Als C III bezeichnete die Bayerische Staatsbahn dreifach gekuppelte Güterzuglokomotiven, die zwischen 1868 und 1879 insgesamt 305 mal gebaut wurden. Dabei kann zwischen drei leicht unterschiedlichen Bauarten unterschieden werden, von denen die Normalbauart mit 239 Exemplaren den größten Teil ausmachte.

Die älteste Variante umfasste 52 Maschinen, welche die Bayerische Ostbahn ab 1867 in fünf Serien beschaffte. Sie basierte auf der Gattung C, hatte aber zur Leistungssteigerung einen Kessel mit größerem Durchmesser und mehr Rost- und Heizfläche. Sie kamen 1876 nach der Übernahme der Ostbahn in den Bestand der Staatsbahn und waren etwas leichter als ihre Schwestern.

Die Normalbauart entstand aus der C II der Staatsbahn und wurde ab 1868 produziert. Im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin erfolgte der Antrieb bei ihr auf die mittlere statt auf die letzte Achse. Die Steuerung lag weiterhin innen, war nun aber in der Bauart Allan ausgeführt. Der Lokomotivrahmen lag außen, somit erfolgte die Kraftübertragung über Hallsche Kurbeln. Ab der dritten Serie von 1876 wurden ein größerer Kessel und größere Zylinder verbaut. Auch die ersten beiden Serien wurden später an die späteren Serien angeglichen.

In den Jahren 1872 bis 1874 kamen 14 weitere Exemplare hinzu, die bei Sigl in Wien ursprünglich für Ungarn mit großeren Tendern gebaut und nicht abgenommen worden sind. Die Maße der Loks selber waren fast identisch mit den restlichen Maschinen, vor allem nach dem Einbau eines neuen Kessel mit den selben Abmessungen.

Von allen Varianten überlebten die letzten Exemplare bis nach dem Ersten Weltkrieg und einige wurden noch in den vorläufigen Umzeichnungsplan der Reichsbahn als Baureihe 5378 aufgenommen, aber bis 1925 ausgemustert.

Technische Daten

Allgemein

Eigenschaft Ausführung 1868 Ausführung 1876 Bauart Sigl
Baujahre 1868-1875 1876-1879 1872-1874
Hersteller Maffei, Krauss Sigl
Achsformel C n2
Spurweite 1.435 mm (Normalspur)

Abmessungen und Gewichte

Eigenschaft Ausführung 1868 Ausführung 1876 Bauart Sigl
Länge 14,12 m 14,89 m
Radstand 3,20 m
Dienstmasse 37,1 t 38 t 34,2 t
Reibungsmasse 37,1 t 38 t 34,2 t
Feste Radstände 3,20 m
Achslast 12 t 14 t 11,4 t
Wasservorrat 8.950 l 10.500 l 12.000 l
Brennstoffvorrat 5 t (Kohle)

Kessel

Eigenschaft Ausführung 1868 Ausführung 1876 Bauart Sigl
Rostfläche 1,66 m² 1,84 m² 1,62 m²
Feuerbüchse 7,4 m²
Rohrheizfläche 126,35 m² 119,1 m² 114,8 m²
Verdampfungsheizfläche 133,75 m²
Gesamtheizfläche 133,8 m²

Triebwerk

Eigenschaft Ausführung 1868 Ausführung 1876 Bauart Sigl
Raddurchmesser 1.250 mm 1.274 mm 1.196 mm
Kesseldruck 10 bar 8,5 bar
Bauart einfache Dampfdehnung
Zylinder zwei, 485 x 660 mm zwei, 508 x 660 mm zwei, 460 x 630 mm

Leistung

Eigenschaft Ausführung 1868 Ausführung 1876 Bauart Sigl
Energiequelle Dampf
Geschätzte Leistung 325 kW (442 PS) 350 kW (476 PS) 300 kW (408 PS)
Höchstgeschwindigkeit 45 km/h
Zugkraft 105,6 kN 113,6 kN 80,5 kN

Berechnete Werte

Eigenschaft Ausführung 1868 Ausführung 1876 Bauart Sigl
Adhäsionskoeffizient 1 : 3,45 1 : 3,28 1 : 4,17
Optimale Geschwindigkeit 19 km/h 23 km/h
Leistungsgewicht 8,8 kW/t 9,2 kW/t 8,8 kW/t
Heizflächen-Äquivalent 170,8 m²
Zylindervolumen/HFÄ 1 : 1.428,19
Reibungsmasse/Gesamt 1 : 1,00
Zugkraft/Heizfläche 1 : 16,48
Rostfläche/Heizfläche 1 : 80,57
Feuerbüchse/Rohrheizfläche 1 : 17,07
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