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Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

Deutsche Reichsbahn Baureihe 5280

Umbau aus DR Baureihe 52

Deutschland 1960 200 gebaut
52 8195 im Juni 2024 in Loket, Tschechien Kay Friebertshäuser

Da die Beschaffung neuer Dieselloks und die Elektrifizierung nicht wie erhofft vorangegangen sind, war die Reichsbahn weiterhin auf die Güterzugloks der Baureihe 52 angewiesen. Diese waren jedoch als Kriegslokomotiven im Vergleich zur Baureihe 50 stark vereinfacht und auf Grund der geringeren Fertigungsqualität bereits zu Ende der Fünfziger in einem Zustand, der keinen weiteren Einsatz für mehrere Jahre erlaubte.

So begann man 1959 damit, im Rahmen einer Generalreparatur die Entfeinerungen auszubauen und dabei vor allem die Feuerbüchse und das Lenkgestell der Vorlaufachse auszutauschen. Außerdem erhielten sie einen Mischvorwärmer. Obwohl man der Meinung war, dass diese Loks in einigen Jahren nicht mehr benötigt worden wären, brachte die Maßnahme jedoch nicht den erwarteten Erfolg ein. Somit musste eine andere Maßnahme gefunden werden, um die Lebensdauer der Loks erhöhen zu können.

Nun begann man 1960 im RAW Stendal mit einer kompletten Rekonstruktion, bei der die Baureihe 5280 entstand. Es handelte sich dabei um einen grundlegenden Neuaufbau, bei dem kaum eine Baugruppe unangetastet blieb. Für die Rekonstruktion wurden nur Loks ausgewählt, die einen Blechrahmen hatten. Das Herz der Rekonstruktion war der Neubaukessel mit Verbrennungskammer, der für die Baureihe 5035 entwickelt worden war. Auch am Fahrwerk wurden einige Verbesserungen vorgenommen und die Tender neu aufgebaut. Die Schornsteine wurden teilweise durch Giesl-Ejektoren ersetzt.

Entgegen der Erwartungen der Reichsbahn, musste die Baureihe 5280 noch mehrere Jahrzehnte durchhalten. Mit der Zeit stellte es sich als Fehler heraus, die vereinfachten Schieber der 52 nicht ersetzt zu haben. Diese führten zu einem verschlechterten Verhalten bei Leerlauf und erst in den Achtzigern wurden sie bei einigen Loks im RAW Meiningen gegen bessere ersetzt. Die Dienstzeit der letzten 5280 endete erst 1990 und bis 1994 wurden einige als Heizloks eingesetzt.

52 8075 im Dezember 2006 in Eisenach HeizDampf, User:Sandmann4u / CC BY-SA 2.0 de

Technische Daten

Allgemein

Baujahre
1960-1967
Hersteller
RAW Stendal
Achsformel
1'E h2
Spurweite
1.435 mm (Normalspur)

Abmessungen und Gewichte

Länge
22,98 m
Radstand
9,20 m
Leermasse
80 t
Dienstmasse
89,7 t
Reibungsmasse
79,6 t
Gesamtmasse
148,4 t
Feste Radstände
3,30 m
Achslast
15,9 t
Wasservorrat
30.000 l
Brennstoffvorrat
10 t (Kohle)

Kessel

Rostfläche
3,71 m²
Feuerbüchse
17,9 m²
Rohrheizfläche
154,5 m²
Verdampfungsheizfläche
172,4 m²
Überhitzerfläche
65,4 m²
Gesamtheizfläche
237,8 m²

Triebwerk

Raddurchmesser
1.400 mm
Kesseldruck
16 bar
Bauart
einfache Dampfdehnung
Zylinder
zwei, 600 x 660 mm

Leistung

Energiequelle
Dampf
Indizierte Leistung
1.175 kW (1.598 PS)
Höchstgeschwindigkeit
80 km/h
Zugkraft
230,8 kN

Berechnete Werte

Adhäsionskoeffizient
1 : 3,38
Optimale Geschwindigkeit
31 km/h
Leistungsgewicht
13,1 kW/t
Heizflächen-Äquivalent
392,7 m²
Zylindervolumen/HFÄ
1 : 950,40
Reibungsmasse/Gesamt
1 : 1,13
Zugkraft/Heizfläche
1 : 20,27
Rostfläche/Heizfläche
1 : 64,10
Feuerbüchse/Rohrheizfläche
1 : 8,63
Gesamt/Überhitzer
1 : 2,64

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