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loco-info.com
Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

Württembergische T 3

Deutsche Reichsbahn Baureihe 893-4

Deutschland 1891 114 gebaut
89 339 im Oktober 1985 in Bochum-Dahlhausen MPW57 PD

Die T 3 war eine kleine Tenderlok der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen mit drei gekuppelten Achsen und ohne Laufachsen. Hinsichtlich Größe, Gewicht und Leistungsvermögen kann sie in etwa mit der gleichnamigen preußischen T 3 verglichen werden. Da man in Württemberg alte, umgebaute Maschinen zum Rangieren nutzte, entwickelte man die T 3 vornehmlich für Nebenbahnen und als Schublok für Rampen wie z.B. die Geislinger Steige. Die Fertigung erfolgte zunächst ab 1891 bei Krauss in Bayern, aber kurz danach folgten auch Exemplare von der Maschinenfabrik Esslingen und bei den letzten Serien auch von der Maschinenbau-Gesellschaft Heilbronn.

Spätere Serien wichen von den ersten Maschinen ab, um Mängel zu beseitigen oder die Eignung für spezielle Arten von Strecken zu verbessern. So fuhren einige der Maschinen zeitweise ohne gekuppelte dritte Achse, also mit Achsformel B1, um die Laufeigenschaften einzelner Strecken mit Radien von bis zu 100 Metern zu verbessern. Da diese Ausführung jedoch nicht als dauerhafte Lösung angesehen werden konnte, wurden vier Maschinen mit einem Klose-Lenkgestell gebaut, die als T 3 L bezeichnet wurden. Da diese Variante jedoch sehr aufwendig zu unterhalten war, wurden keine weiteren Maschinen gebaut. Von allen Varianten wurden diese am frühesten ausgemustert, und zwar bis 1927.

Bei späteren Serien der T 3 nahm man sich dem Problem der für den Streckeneinsatz zu kleinen Wasserbehälter an. Letztere wurden ab sofort so weit nach vorne gezogen, dass sie an der Front mit der Rauchkammer abschlossen. Dies hatte zudem den Vorteil einer um einige Tonnen gestiegenen Reibungsmasse. Die Kohlevorräte befanden sich weiterhin vor dem Führerhaus oberhalb des Kessels und des linken Wasserkastens, um die Sicht für den Lokführer nicht einzuschränken.

Von den insgesamt 114 gebauten Maschinen wurde der überwiegende Teil 1925 von der Reichsbahn als Baureihe 893-4 übernommen. Nachdem die T 3 L wie schon erwähnt nach kurzer Zeit bereits ausgemustert wurde, blieben die restlichen Loks auch nur bis maximal 1945 im Einsatz. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass mit der preußischen T 3 ein vergleichbares Muster in großen Zahlen im Einsatz blieb.

T 3 L mit Klose-Lenkgestell PD

Technische Daten

Allgemein

Eigenschaft Ausführung 1891 Ausführung 1896
Baujahre 1891-1895 1896-1913
Hersteller Krauss, Esslingen, Heilbronn
Achsformel C n2t
Spurweite 1.435 mm (Normalspur)

Abmessungen und Gewichte

Eigenschaft Ausführung 1891 Ausführung 1896
Länge 8,51 m
Dienstmasse 29,7 t 35,7 t
Reibungsmasse 29,7 t 35,7 t
Achslast 10 t 12 t

Kessel

Eigenschaft Ausführung 1891 Ausführung 1896
Rostfläche 1 m²
Verdampfungsheizfläche 63,9 m²
Gesamtheizfläche 63,9 m²

Triebwerk

Eigenschaft Ausführung 1891 Ausführung 1896
Raddurchmesser 1.045 mm
Kesseldruck 12 bar
Bauart einfache Dampfdehnung
Zylinder zwei, 380 x 540 mm

Leistung

Eigenschaft Ausführung 1891 Ausführung 1896
Energiequelle Dampf
Geschätzte Leistung 150 kW (204 PS)
Höchstgeschwindigkeit 45 km/h
Zugkraft 76,1 kN

Berechnete Werte

Eigenschaft Ausführung 1891 Ausführung 1896
Adhäsionskoeffizient 1 : 3,83 1 : 4,60
Optimale Geschwindigkeit 11 km/h
Leistungsgewicht 5,1 kW/t 4,2 kW/t
Reibungsmasse/Gesamt 1 : 1,00
Zugkraft/Heizfläche 1 : 24,88
Rostfläche/Heizfläche 1 : 63,90
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