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Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

Schweizerische Bundesbahnen RAm TEE und Niederländische Eisenbahnen DE IV

Schweiz 1957 5 gebaut
TEE „Arbalete” Zürich-Paris im Juni 1966 bei Culmont-Chalindrey Brian Stephenson

Im Rahmen der Bemühungen mehrerer europäischer Eisenbahngesellschaften, Dieseltriebzüge für den TEE-Verkehr zu entwickeln, arbeiteten die niederländische NS und die Schweizer SBB zusammen. Das Ergebnis wurde von der NS als DE IV und von der SBB als RAm TEE bezeichnet. Jeder Zug bestand aus einem Triebwagen, einem reinen Personenwagen, einem kombinierten Sitz- und Speisewagen und einem Steuerwagen mit Sitzplätzen. Insgesamt wurden sechs Züge gebaut, von denen drei der NS und zwei der SBB gehörten. Sie wurden von beiden Unternehmen gemeinsam betrieben und auf den TEE-Strecken zwischen Amsterdam und Zürich sowie zwischen Paris und Brüssel eingesetzt.

Die Triebwagen wurden von Werkspoor in den Niederlanden und die Wagen von SIG in der Schweiz gebaut. Beide erhielten ihre elektrische Ausrüstung von BBC. Die Triebwagen verfügten über zwei 1.000 PS starke Sechzehnzylinder-Dieselmotoren mit elektrischer Kraftübertragung. Für die Zugversorgung gab es einen zusätzlichen 300 PS starken Dieselmotor mit eigenem Generator. Aufgrund des Gewichts ihrer Ausrüstung hatten die Triebwagen zwei dreiachsige Drehgestelle, von denen die beiden äußeren Achsen angetrieben waren.

Als der TEE-Verkehr in Frankreich auf lokbespannte Züge umgestellt wurde, verkehrten sie auch zwischen München und Zürich. 1971 musste RAm 501 nach einem Unfall in Aitrang abgeschrieben werden. Die übrigen vier Züge wurden 1974 ausgemustert und an einen kanadischen Betreiber verkauft. Nachdem sie verschifft und für den Einsatz in Nordamerika umgebaut worden waren, wurden sie an die Ontario Northland Railway vermietet und ab 1976 als „Northlander” eingesetzt. Aufgrund von Problemen wegen der rauen klimatischen Bedingungen in Kanada wurden die Triebwagen 1979 durch EMD FP7-Diesellokomotiven ersetzt und verschrottet. 1996 wurden fünf der Wagen nach Europa zurückgebracht. Keiner wurde wieder in einen betriebsfähigen Zustand versetzt, aber einige kamen später in Museen.

Technische Daten

Allgemein

Baujahre
1957
Hersteller
mechanischer Teil: Werkspoor, SIG, elektrischer Teil: BBC
Achsformel
(A1A)(A1A)+2'2'+2'2'+2'2'
Spurweite
1.435 mm (Normalspur)

Abmessungen und Gewichte

Länge
98,06 m
Länge Lok
23,90 m
Radstand
21,00 m
Leermasse
228,8 t
Reibungsmasse
76 t
Feste Radstände
4,50 m
Achslast
19,1 t

Triebwerk

Motor
Werkspoor RUHB 1616
Motortyp
2x V16 Diesel

Leistung

Energiequelle
dieselelektrisch
Indizierte Leistung
1.350 kW (1.835 PS)
Höchstgeschwindigkeit
140 km/h
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