Die GCR 8K war eine Klasse von 1'D-Güterzuglokomotiven, die von John G. Robinson entworfen wurde und im Grunde eine Heißdampfvariante seiner 8A mit einer Vorlaufachse war. Zwischen 1911 und 1914 wurden insgesamt 126 Stück gebaut. 56 davon wurden im CGR-Werk in Gorton gebaut, 20 von Kitson und 50 von North British. Im Ersten Weltkrieg wurde diese Konstruktion leicht modifiziert und für den Kriegseinsatz als ROD 2-8-0 gebaut. Bis Kriegsende wurden insgesamt 521 Stück fertiggestellt. Kurz nach dem Krieg baute die GCR 19 Stück einer Variante mit einem etwas größeren Kessel als Klasse 8M.
Im Jahr 1923 übernahm die LNER 128 Lokomotiven der Klasse 8K und 17 der Klasse 8M, da zwei 8M im Jahr 1922 zu 8K umgebaut worden waren. Die 8K wurde zur Klasse O4 und die 8M zur Klasse O5. Von den ROD 2-8-0 befanden sich noch 273 in Großbritannien und wurden nun ebenfalls in die Klasse O5 integriert. Die LNER baute die O5, bzw. die ehemaligen 8M, weiter zur O4 um. Es dauerte bis 1946, bis alle umgebaut waren.
Im Zweiten Weltkrieg wurden 92 Lokomotiven für den Kriegseinsatz in den Nahen Osten gebracht und kehrten nie zurück. Zwischen 1944 und 1949 wurden 58 von Thompson zu seiner Klasse O1 umgebaut. Nach verschiedenen kleineren Umbauten bezeichnete die LNER die Grundvariante als O4/1 und die umgebauten als O4/2 bis O4/8. British Railways übernahm 1948 329 Lokomotiven und musterte sie zwischen 1958 und 1966 aus. Die einzige der nicht zur ROD gehörenden Lokomotiven, die erhalten blieb, ist die 63601. Sie ist noch immer in betriebsfähigem Zustand und wird auf der Museumsbahn Great Central Railway eingesetzt.