Um die im Zweiten Weltkrieg verlorengegangenen Kapazitäten zum Personentransport auf Nebenstrecken zu ersetzen, beschaffte die belgische Staatsbahn ab 1954 vierachsige Dieseltriebwagen der Typen 602 und 603. Als Antrieb kam ein Dieselmotor von Carels zum Einsatz, der 400 PS leistete. Die Fahrzeuge standen auf zwei Drehgestellen, von denen nur eines auf der inneren Achse angetrieben war. Dies schränkte ihr Einsatzgebiet auf Strecken im Flachland ein. Die Unterschiede zwischen den beiden Reihen beschränkten sich auf die Gestaltung des Innenraums. Während die Type 602 auch über ein Abteil der ersten Klasse und einen Gepäckraum verfügte, befanden sich in der Type 603 nur Sitzplätze der zweiten Klasse.
Die Bestellung umfasste sechs Exemplare der Type 602 und 30 Exemplare der Type 603. Erstere dienten als Zubringer zum Flughafen Brüssel, während die anderen auf Nebenstrecken ihren Dienst taten. Außer den Triebwagen wurden auch Beiwagen bestellt, die als Type 732 und 734 bezeichnet wurden und zwei bzw. vier Achsen hatten.
Die Typen 602 und 603 wurden später in MW 42 und MW 43 umbenannt. Nach der Elektrifizierung des Zubringers zum Flughafen Brüssel wurden die MW 42 in MW 43 umgebaut. Mit fortschreitendem Alter wurden einige Fahrzeuge mit Zweitakt-Dieselmotoren von General Motors ausgestattet. Dabei entstand auf der einen Seite der MW 44, welcher einen Motor bekam, der aus zwei zusammengesetzten Vierzylindern bestand und weiterhin nur eine Achse antrieb. Außerdem entstand der MW 45, welcher zwei einzelne Sechszylinder mit jeweils 165 PS bekam, die jeweils eine Achse jedes Drehgestells antrieben. Andere Fahrzeuge wurden in den Achtzigern in Bahndienstfahrzeuge umgebaut. Die letzten remotorisierten Fahrzeuge taten bis 2002 ihren Dienst und wurden dann gegen den MW 41 ersetzt.